Im Dauereinsatz waren am Wochenende auch die Freiwilligen Feuerwehren im Ammertal. Vor allem die Dächer von kommunalen, aber auch historischen Gebäuden mussten sie von den Schneemassen befreien. Die Kohlgruber Wehr war bereits am Freitag alarmiert worden, um Flachdächer der beiden Hotels Schillingshof und Johannesbad zu räumen, wo der Schnee eineinhalb Meter hoch lag. Kommandant Josef Mangold junior hofft darauf, dass sich die Lage nun etwas beruhigt: „Wir hatten immer um die 25 bis 30 Leute im Einsatz.“ In Oberammergau waren rund 150 Gebirgsjäger aus Mittenwald aktiv: Sie wurden zum Passionstheater gerufen, um dort die weiße Last abzutragen. Am Sonntag wurde noch der Einsatz der örtlichen Bergwacht notwendig: Sie entfernte den Schnee von der fahrbaren Überdachung. Weitere Objekte waren der Wellenberg, die BRK- Rettungswache und das Kleine Theater.

Ähnliche Einsätze verzeichneten Feuerwehr, Bergwacht und private Helfer in Unterammergau, die unter anderem die Dächer der Wetzstoa-Stubn, des Musikpavillons, des alten Forsthauses, der Waschanlage und zweier Hallen der Holzindustrie vom Schnee befreiten. In Altenau wurde das Betriebsgebäude von Gaplast abgeschaufelt. Seit Sonntag Mittag ist nunmehr das Hotel Ammerwald von der Außenwelt abgeschnitten: Wegen umgestürzter Bäume und Lawinengefahr musste das Teilstück der Staatsstraße von Schloss Linderhof bis Ammerwald für den Verkehr gesperrt werden. Am Ettaler Berg kam es gestern immer wieder zu kleineren Behinderungen, nachdem geringe Schneemengen vom Fels auf die Fahrbahn rutschten. Als sehr positiv erwies sich in diesem Zusammenhang das im vergangenen Jahr angebrachte Stahlsicherungsnetz. Quelle: Merker.de